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Akupunktur
Geschichte der Akupunktur

 

AkupunturEs handelt sich um ein Heilverfahren, welches seine Ursprünge im alten China hat. Erste schriftliche Erwähnungen datieren vom 2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Grabfunde zeigen allerdings, dass vermutlich bereits vor 5000 Jahren Anwendungen mit Steinnadeln bzw. Bambussplittern durchgeführt wurden.

 

In Europa wird diese Behandlungsmethode allerdings erstmals 1657 erwähnt und in Deutschland erscheint die erste deutschsprachige Veröffentlichung über Akupunktur erst 1824.


Grundlagen

 

Das Wort stammt aus dem Lateinischen und setzt sich aus acus = Nadel und pungo = Stich zusammen. Es beschreibt also exakt die Arbeitsweise der Akupunktur, einer Behandlung spezieller Körperpunkte mit feinen Nadeln. Durch diese Reizung wird der Organismus gezielt stimuliert, sich selbst wieder in Balance zu bringen, d.h. es erfolgt eine Aktivierung der körpereigenen Selbstheilungskräfte.


Die Akupunktur ist ein Bestandteil der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin) die sich bei der Behandlung an den Polaritäten von Yin und Yang und der Lebensenergie Qi orientiert. Krankmachende Faktoren können nach chinesischer Vorstellung den Energiefluß und damit die Balance zwischen
Yin und Yang stören. Die Akupunktur verfolgt daher das Ziel, den Qi-Fluß zu regulieren und die gestörte Balance zwischen Yin und Yang wiederherzustellen. Der Körper wird nach TCM-Sicht von einem Netzwerk von Linien, den Meridianen überzogen. Auf diesen liegen die Akupunkturpunkte mit deren Nadelung ein direkter therapeutischer Einfluss auf gestörte Körperfunktionen möglich ist.

Wirkungsweise der Akupunktur aus westlicher Sicht

 

Neue wissenschaftliche Studien konnten zeigen, dass unter der Nadelung körpereigene morphinartige Substanzen in Gehirn und Rückenmark freigesetzt werden. Diese Endorphine haben eine schmerzreduzierende Wirkung. Zusätzlich kommt es zu einer regulierenden Wirkung auf das vegetative Nervensystem , eine immunstimulierende und -modulierende Wirkung konnte ebenfalls nachgewiesen werden.

Krankeitsbilder die durch Akupunktur positiv beeinflußt werden

 

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat eine Indikationsliste erstellt, bei welchen die Akupunktur erfolgsversprechend angewandt werden kann. Im Bereich der orthopädischen Erkrankungen sind hier u.a. aufgeführt:

  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Schmerzen im Bereich der Hals-, Brust-, und Lendenwirbelsäule
  • Bandscheibenvorfälle
  • Schulterschmerzen
  • Tennisellbogen
  • chron. Hüft- und Kniegelenksbeschwerden bei Arthrose
  • u.v.m

AkupunturDie komplette Liste ist u.a. auf der Homepage der DÄGfA (Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur) unter dem Patientenportal angeführt, zusätzlich gibt es hier noch viele weitere interessante Hinweise und Links.

Akupunkturformen

 

Außer der Ganzkörperakupuntur gibt noch die Möglichkeit über sogenannte Mikrosystem zu behandeln, auf denen sich der gesamte Körper darstellt, hierunter zählen z.B. die Ohrakupunktur, die Schädelakupunktur nach Yamamoto und die koreanische Handakupunktur. Unterstützende Anwendungen sind Schröpfglasbehandlungen und die Moxibustion (lokale Wärmeanwendung
durch das Abbrennen von Moxakraut).

Wer bezahlt die Akupunktur?

 

Von den gesetzlichen Krankenkassen wird die Akupunkturbehandlung seit 01.01.2007 bei zwei Indikationen übernommen.

  1. bei chronischen Rückenschmerzen
  2. bei Kniegelenksschmerzen aufgrund einer bestehenden Arthrose

Für alle anderen Krankheitsbilder kann die Akupunktur dem Patienten als Privat- bzw. IGEL-Leistung angeboten werden.

Zusammenfassung

 

Bei der Akupunktur handelt sich um eine inzwischen auch bei uns etablierte regulative Behandlungsmethode. Umfangreiche Studien haben die Wirksamkeit bei vielen Krankheitsbildern bewiesen und zum Teil deutliche Vorteile gegenüber herkömmlichen schulmedizinischen Verfahren
aufgezeigt. Die Akupunktur stellt daher eine hervorragende Ergänzung der vorhandenen Therapiemöglichkeiten dar und kann vielen Patienten durch Ihren individuellen Behandlungsansatz helfen.

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